Zehnte Etappe: Von Hoya bis nach Langwedel

Mit der Gründung der Grafschaft Hoya um 1200 verknüpft sich die Geschichte der Stadt mit der der Grafen von Hoya und ihrer Burg aufs Engste. Die Stammburg wurde oft belagert und zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Die Hauptteile der dreiflügeligen Anlage stammen aus dem 19. Jh. Nur der Ost- und Westflügel sind im Kern mittelalterlich. Die ehemalige Burg direkt an der Weser prägt das Bild genauso, wie das historische Rathaus, das Rittergut von Behr und die Altstadt. Die alte Grafenkirche wird heute als Kulturzentrum genutzt. Erwähnenswert sind auch die Landesreitschule Hoya, das Heimatmuseum und die Museumsdruckerei und der Weser-Filmhof, eines der schönsten Kinos Norddeutschlands. In der Tourist-Information ist eine kostenfreie Broschüre mit einem Rundgang erhältlich.

Von Hoya bis nach Bremen besteht die Möglichkeit auf beiden Weserseiten den Weser-Radweg zu befahren. Die Alternativroute führt Sie rechts der Weser über Hassel (Weser) mit der mittelalterlichen Wehrkirche nach Dörverden und Verden. In Barme können Sie das Wolfcenter erleben. Es zeigt alles Wissenswerte rund um den Wolf mit großzügigen Gehegen und einer interaktiven Dauerausstellung. In Dörverden locken die restaurierte Galerie- Holländerwindmühle und das Kulturzentrum Ehmken Hoff. Zwischen Wienbergen und Dörverden kann man über das 1914 fertig gestellte und noch betriebene Laufwasserkraftwerk mit Stauwehr die Weser überqueren (15. März - 15. Oktober).

Die Hauptroute des Weser-Radweges verläuft von Hoya aus links der Weser über Magelsen und Oiste (sehenswerte klassizistische Kirche von 1832) nach Verden an der Aller. Die 28.000 Einwohner zählende Stadt ist auch als „Reiterstadt“ bekannt. Hier finden regelmäßig Auktionen und Turniere statt. Die Anfänge Verdens gehen auf das 8. Jh. zurück. Der Name stammt von „Furt“ oder „Fähre“. Im 9. Jh. wurde die Stadt Bischofssitz. Bereits vor der Christianisierung war Verden Gerichtsort. Während der Sachsenkriege fand hier das „Blutbad von Verden“ statt: Rund 4.500 aufständische Sachsen sollen im Jahr 782 durch Karl den Großen hingerichtet worden sein. Der Sachsenhain erinnert heute noch daran. Der Dom gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Zwischen 1290 und 1490 errichtet, handelt es sich um den ersten gotischen Dom Niedersachsens. Weitere historische Bauwerke sind die St. Andreaskirche, die St. Johanniskirche und das barocke Rathaus mit seinem Turm von 1903. Im Domherrenhaus wird die Stadtgeschichte gezeigt und im Deutschen Pferdemuseum alles rund ums Pferd. Vom Urpferd vor 55 Mio. Jahren, über historische Reit- und Fahrausrüstungen, bis zum modernen Turniersport. Von Verden kommend besteht zweimal die Möglichkeit, die Weser zu queren, um auf der Alternativroute nach Thedinghausen zu gelangen. Zunächst über das Intscheder Wehr oder später mit
der Fähre „Gentsiet“ (Mai-Oktober am Wochenende, www.faehrverein.de).

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