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Pilgerweg: Weserbergland von Bodenwerder nach Rinteln

Mountainbike · Weserbergland
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Weserbergland: Pilgerweg: Weserbergland von Bodenwerder nach Rinteln
    Mountainbike-tour im Weserbergland: Pilgerweg: Weserbergland von Bodenwerder nach Rinteln
    Video: Outdooractive – 3D Videos
m 300 200 100 80 70 60 50 40 30 20 10 km
Mit dem Rad auf den Spuren von Jakobspilgern und über alte Handelswege von Meckenheim bis an die Ostsee.
schwer
Strecke 80,1 km
7:00 h
1.561 hm
1.579 hm
343 hm
53 hm
Wir folgen dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda von Bodenwerder durchs Weserbergland bis nach Rinteln, fahren dabei am Ende einen kleinen Rundkurs zum Kloster Möllenbeck. Der Weg führt uns durch reizvolle Landschaften.

Autorentipp

Bodenwerder (Münchhausenstadt, Münchhausenbrunnen, Marienkirche), Weserauen, Hehlen (barocke Immanuelkirche, Renaissanceschloss), Sievershagener Mühle, Scharfenberg, Wasserschloss Hämelschenburg, Ohr (IFSH, Ohrbergpark), Hameln (Rattenfängerstadt, Münster St. Bonifatius, Nicolaikirche, Rattenfängerbrunnen), Stift Fischbeck, Petrikirche Krückeberg, Barkser Bach, Kammweg Wesergebirge, Paschenburg, Oberberg, Springsteine, Luhdener Klippe, Rinteln (Nikolaikirche, Johanniskirche, Jakobikirche), Kloster Möllenbeck, Doktorsee.

Es gibt unterwegs Versorgungsmöglichkeiten in Bodenwerder, Sievershagen, Lüntorf, Hämelschenburg, Hameln, in der Paschenburg, an der Luhdener Klippe und in Rinteln.

In Rinteln gibt es Hotels und Pensionen zum Übernachten.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Paschenburg, 343 m
Tiefster Punkt
Weser (Rinteln), 53 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 33,76%Schotterweg 37,58%Naturweg 10,22%Pfad 4,17%Schieben 0,07%Straße 12,79%Unbekannt 1,38%
Asphalt
27,1 km
Schotterweg
30,1 km
Naturweg
8,2 km
Pfad
3,3 km
Schieben
0,1 km
Straße
10,3 km
Unbekannt
1,1 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Der Weg ist auf etwa 40 km befestigt. Die restlichen 40 km sind unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade, teilweise sehr matschig und zerfahren. Manche Abfahrten sind heftig und es ist nicht peinlich, sein Rad auch einmal bergab zu schieben.

Im Wesergebirge hat man einige Treppen zu meistern.

Start

Bodenwerder, Marktplatz (75 m)
Koordinaten:
DD
51.976822, 9.515495
GMS
51°58'36.6"N 9°30'55.8"E
UTM
32U 535407 5758585
w3w 
///erde.erwarten.einfädeln
Auf Karte anzeigen

Ziel

Rinteln, Marktplatz

Wegbeschreibung

Ich rolle langsam durch die Fußgängerzone von Bodenwerder und rolle dann zügig aus dem Ortskern heraus. Der Weserradweg, auf dem nun auch der Pilgerweg verläuft, führt mich durch die Wiesen am Fluss entlang. Vor mir baut sich die große Brücke der B 240 auf. Auf dieser führt der originale Pilgerweg wieder auf die andere Weserseite und dann vornehmlich auf dem Weserradweg bis Hameln. Das wäre eine relativ langweilige Strecke, denke ich. Fußpilgern wird auch ein anderer Weg diesseits des Flusses nahegelegt, da man auf dem Weserradweg mit zu vielen Radfahrern konkurrieren müsse. Ich nehme mir das mal zu Herzen und möchte auf der eher einsamen Alternativstrecke mit den Fußpilgern konkurrieren. Dabei spekuliere ich auf dieser waldreichen, hügeligen Strecke auch mit schönen Ausblicken. Hinter Hameln überquert der Pilgerweg das Wesergebirge und trifft dann auf das norddeutsche Tiefland. Zuvor möchte ich aber noch einen im Pilgerführer beschriebenen Rundkurs durch das Wesergebirge unternehmen.

Vorerst rolle ich aber in den Ortsteil Kemnade ein und hier zur Klosterkirche. Diese ist leider geschlossen, so wird es nichts mit dem Stempel. Mit einem kleinen Sträßchen unterquere ich dann die Brücke der Bundesstraße und rolle auf diesem Radweg an der Kläranlage vorbei in die Weserauen. Zügig erreiche ich so den nächsten Ort, Hehlen, und fahre direkt am Ortsanfang am märchenhaften Renaissanceschloss vorbei. Ich stoße auf die B 83 und hätte gleich darauf noch einmal die Gelegenheit mit einer Brücke über die Weser zur Hauptroute des Pilgerwegs zu gelangen.

Ich verzichte aber darauf und steige nun linkerhand zum alten Ortskern hinauf. Kurz darauf stehe ich an der weiß getünchten Barockkirche St. Immanuel. Diese ist leider geschlossen, dass ich hier auch keinen Stempel bekomme. Ich steige mit der Straße weiter bergan und biege dann rechterhand auf eine Anwohnerstraße. Der Weg zieht als Wirtschaftsweg hinauf auf die Höhe. Ich weiche nochmals rechterhand ab, nun auf einen Feldweg. Die Weser ist schon längst nicht mehr zu sehen, dafür rechterhand ein bewaldeter Höhenzug, das Hehlener Holz. Ursprünglich verlief der Pilgerweg dort entlang, allerdings ist wohl das Abbaugelände eines Kalkwerks ausgeweitet worden und daher die dortige Verbindung abgerissen. Im Tal vor diesem Höhenzug verläuft eine Landstraße und der Sievershagener Bach, wie ich von hier erkennen kann.

Ich komme an einen Waldrand, mein Weg wird schlechter, unaufgeräumter. Schließlich schiebe ich das Rad über Reisig und durchs Gras, gelange in den Wald und rolle hier nun wieder etwas besser entlang. Ich erreiche einen guten Forstweg, der von der Landstraße im Tal herauf kommt, und folge ihm aufwärts. An der nächsten größeren Kreuzung lasse ich die beiden aufwärts führenden Wege unbeachtet, quere nur die beiden Zuläufe von Bächen und rolle dann auch zügig abwärts zur Landstraße im Tal. Linkerhand befindet sich die Sievershagener Mühle, heute ein Gasthof.

Ich quere nur die Straße und nehme einen steil ansteigenden Waldweg hinauf. Weiter oben quere ich aber nur einen anderen Waldweg und die Markierung führt mich steil auf einem zugewachsenen Waldweg hinauf. Schließlich erreiche ich einen besseren Weg, der mich weiter aufwärts schließlich an eine Wegekreuzung führt. Hier steht der sogenannte Dreikantstein am 289 m hohen Hagenberg. Vom Aussehen her ist das wohl eine alte Forstmarkierung oder doch irgendein trigonometrischer Punkt? Zumindest ist Lüntorf, die nächste Ortschaft auf meinem Weg, nun laut Wegweiser noch 5 km entfernt. Diese Variante des Weges hat sich zumindest jetzt schon gelohnt. Die Markierung hier ist ganz neu, denn ursprünglich traf der Weg vom Kalkwerk aus nördlicher Richtung hier ein.

Jetzt führt der Weg als schöner Forstweg überwiegend höhengleich direkt in westlicher Richtung. Irgendwann weist die Markierung rechterhand auf einen schmaleren Waldweg, der Pilgerweg soll jetzt durch den "Düsteren Grund" zu einer Landstraße führen. Da ich gerade so schön im Rollen bin und keine Lust auf das Kriechen durch irgendwelche dicht bewachsenen Schonungen habe, bleibe ich geradeaus auf meinem Forstweg und erreiche kurz darauf eine Straße. Auf dieser rolle ich nun rechts entlang, linkerhand fließt als kleines Rinnsal der Sievershagener Bach. Kurz darauf erreiche ich die besagte Landstraße und folge ihr Richtung Lüntorf, wenig später tauchen auch wieder Pilgerwegmarkierungen auf.

Als die Straße aus dem Wald kommt und in einer engen Rechtskurve am Waldrand verbleibt, eröffnet sich mir ein toller Panoramablick über die Ottensteiner Hochebene. In der Ferne kann ich das Wesertal erahnen und erblicke zwei markante Kühltürme, die des AKW Grohnde. Dahinter erheben sich noch weitere bewaldete Hügelketten. Die Markierung weist hier auf einen Feldweg, welcher über die Felder direkt hinab nach Lüntorf führt. Ich rolle lieber einen größeren Bogen auf der Straße hinab, eine herrliche Abfahrt.

Ich rolle zügig durch den Ort, halte kurz bei der Kirche, die aber verschlossen ist. An einer markanten Rechtskurve der Straße im Ort, verbleibe ich geradeaus auf einer Anwohnerstraße und rolle bald linkerhand der Landstraße auf einem Wirtschaftsweg über die Felder. Eine weitere Landstraße ist erreicht, auf der ich kurz links fahre, nur um rechts auf den nächsten Feldweg abzubiegen. Dieser bringt mich hinauf zum Wald. Am Waldrand biege ich links auf einen Forstweg und folge nun immer der Markierung und meiner Kartenroute überwiegend höhengleich zügig durch den Wald. Ich hatte noch eine Schnitzeljagd durch unwegsames Gelände erwartet, werde aber eines Besseren belehrt. Dieser Wald am Scharfenberg gehört zu den besseren Wegstrecken, wohl auch, weil die Erhebungen im Inneren vermieden werden und der Weg parallel zu den Höhenlinien verläuft.

Irgendwann weist aber die Markierung auf einen abwärts führenden Zweig des Weges, ich gelange auf einen weiteren Forstweg und schließlich geht es immer steiler hinab zum Waldrand, dabei in ausgedehnten Bögen. Es geht nun eine Weile in der Nähe des Waldrandes entlang, dann links ab noch einmal abwärts und unter einer Bahnlinie hindurch, nun auch mit einer Radwegemarkierung. Durch die Wiesen fahre ich auf die Emmer zu, im Blick schon das Wasserschloss Hämelschenburg. Unterhalb des gleichnamigen Ortes führt der Weg nun entlang.

Ich rolle weiter an der Emmer entlang und komme zu einer alten Wassermühle, in der ein Kunsthandwerkerladen untergebracht ist. Der Weg führt schließlich um das Schloss herum an den überaus großzügig dimensionierten Parkplätzen vorbei zur Straße hinauf. Diese quere ich nur und folge einer Anwohnerstraße hinauf zum Emmer Forst. Dort geht es letztlich hinein und dann nordwärts auf einem wunderbaren Forstweg zügig hindurch.

Ich rolle zügig aus dem Wald und über die Felder. Voraus liegt die Ortschaft Ohr, dahinter der Ohrberg und unterhalb fließt die Weser. Das nahe Rattenfängerhausen (Hameln) ist anhand diverser Gewerbebauten und Dampfwolken schon zu erahnen. Ich biege noch ab auf einen holprigen Ackerrainweg und rolle letztlich auf Ohr zu. Auf einer ruhigen Anwohnerstraße rolle ich durch den Ort und nehme dann die Zufahrtsstraße zum Institut für Solarenergieforschung. Dieses gehört zur Universität Hannover und ich passiere es auf dem Weg hinauf in den Ohrbergpark. Einfacher wäre sicher der Weg hinunter zur B 83 an der Weser entlang gewesen.

Ich weiche von dem Sträßchen dann auch ab auf einen Wanderweg, der steil zum Hang hinauf führt. Bald kann ich oben die ersten Fernblicke, auch hinunter zur Weser, genießen, auch die Kühltürme des AKW kommen wieder in Sicht. Nun komme ich auch in den Park, ein Landschaftsgarten im englischen Stil. Hier findet man zahlreiche fremdländische Gehölze. Derzeit blüht prachtvoll der Rhododendron in allen möglichen Farben. Die Wege sind gut befahrbar, auch wenn ich keine Markierungen des Pilgerwegs finde, halte ich mich nach Gefühl immer parallel zur Hangkante. Hin und wieder gelingen mir auch Blicke hinunter zur Weser. Jenseits des Flusses zeigen sich nun Teichlandschaften, vermutlich Anglerreviere und durch Kiesabbau entstanden.

Schließlich ist der Park schon längst zu Ende, ich rolle auf schmalen Pfaden am Hang entlang und dann weist mich die Markierung linkerhand auf eine lichte Fläche, die mit Gesträuch und Jungbäumen bewachsen ist. Ich zwänge mich zwischen der Vegetation hindurch und erreiche schließlich eine Siedlungsstraße, Klein Berkel ist erreicht. Ich folge der Straße durch die Siedlung schön bergab und erreiche unterhalb eine Straße, die mich an einem Gewerbegebiet entlang führt. Bevor ich an die B 83 gelange, biege ich linkerhand auf den Radweg ab.

Nun folge ich der Wegweisung des linksseitigen Weserradwegs, unterquere mit einem Tunnel die Bundesstraße und rolle dann auf Hameln zu. Hier quere ich mit der Brücke den Fluss unterhalb des Wehrs und gelange auf der anderen Seite gleich zum schmucken über 1.200 Jahre alten Bonifatius-Münster. Drinnen hole ich mir einen schönen Stempel. Der Pilgerweg führt jetzt direkt vom Münster aus am Weserufer weiter, ohne die historische Innenstadt auch nur zu berühren. Ich rolle lieber hinunter zur Fußgängerzone und hier direkt Richtung Marktplatz an vielen beeindruckenden Fachwerkhäusern vorbei. Jede Menge Restaurants mit Unmengen an Sitzplätzen an frischer Luft gibt es hier. Ich stehe auch schon bald auf dem Markplatz vor Nicolaikirche, dem historischem Rathaus und dem Rattensängerbrunnen.

Dann folge ich weiter den Innenstadtgassen, halte mich eher links und erreiche die B 83. Als ich diese überquere, erreiche ich einen Park und sogleich auch wieder den Weserradweg. Diesem folge ich am Fluss entlang, bis er wieder auf die Bundesstraße trifft. Nun folge ich dem straßenbegleitenden Radweg immer Richtung Ortsausgang. Vor einem Gewerbegebiet am Ortsende quere ich die Bundesstraße und nehme eine Straße landeinwärts, überquere kurz darauf eine Bahnstrecke. Ich folge damit der Originalroute des Pilgerwegs, für Radpilger wird eigentlich vorgeschlagen, weiter dem Weserradweg zu folgen. Die Straße biegt wieder ab ins Wohnviertel hinein, ich weiche auf eine Nebenstraße ab und kurz darauf linkerhand auf einen Wirtschaftsweg hinaus auf die Felder. Vom nahen Fluss ist nicht mehr viel zu spüren, ich fahre durch eine Gartenanlage und erreiche einen Pfad. Dieser führt unterhalb eines bewaldeten Hanges am Wehlbach entlang.

Kurz darauf erreiche ich wieder eine Straße und rolle nun mehr oder weniger an der Bahnlinie entlang nordwärts. Bald erreiche ich einen Bahnübergang, aber ich überquere diesen nicht, möchte nicht Richtung Weser zurück, sondern bleibe geradeaus auf einem Pfad, der mich an einem Gehölzstreifen entlang auf einen bewaldeten Hang am Heineberg entlang führt. Es geht langsam aufwärts, nicht viele Höhenmeter, aber idyllisch durch das dichte Grün. Über die Felder komme ich dann bald nach Fischbeck, wo ich bis zum 1000 Jahre alten Stift durchfahre. Dessen aufgesetzter Turm ist bereits weithin sichtbar gewesen. Hier trifft auch wieder die Variante des Wegs an der Weser entlang ein. Ich rolle um das Gelände herum, finde an der Kirche aber keinen offenen Eingang, mache mich also gleich an die Weiterfahrt.

Ein schnurgerader Wirtschaftsweg bringt mich parallel zur Bahnlinie zum Gut Stau. Rechterhand befindet sich der Ort Weibeck, dessen romanische Kirche im Pilgerführer empfohlen wird. Ich verlasse die Zufahrtsstraße dorthin aber gleich wieder linkerhand auf einen Wirtschaftsweg. Dieser bringt mich weiterhin schnurgerade nach Krückeberg, welches ich nach 2 km erreiche. Ich quere die Landstraße und stiefele im Ort bergan zur Petrikirche. Diese finde ich offen vor und finde auch einen Stempel.

Den Ort verlasse ich mit einem Wirtschaftsweg, der leicht auf einen Hügel zieht. Voraus ist schon der bewaldete Kamm des Wesergebirges zu sehen, der meinen heutigen Nachmittag bestimmen wird. Der rechte Teil von diesem nennt sich Süntel. Auf der Höhe halte ich mich an einer Kreuzung links und rolle nun auf Hessisch Oldendorf zu, welches ich am Friedhof erreiche. Der Pilgerweg führt nun direkt bis in die Innenstadt zur Marienkirche. Da ich aber vorhabe, nun vor der Weiterfahrt in Richtung Loccum erst noch den Rundkurs des Klosterweges zum Kloster Möllenbeck bei Rinteln zu absolvieren, beschließe ich, die Innenstadt von Hessisch Oldendorf zu meiden. Diese werde ich dann spätestens morgen nach dem Absolvieren dieses Nebenwegs erkunden. Derzeit besteht für mich kein Anlass zu einer Pause dort.

Vorn an der Straße halte ich mich daher gleich wieder rechts und rolle am Friedhof entlang stadtauswärts. Durch die Siedlung linkerhand gelange ich dann zu einer Straße, die stadtauswärts nach Barksen führt. Hier bin ich nun wieder auf dem originalen Pilgerweg, auf dem der Nebenweg vorerst verläuft. Die Straße führt an einem Schwimmbad und Sportplatz vorbei, dann geht es mit der Markierung linkerhand in einen Weg hinab in ein Wäldchen. Letztlich entpuppt sich das Wäldchen als lange Gehölzreihe und der Weg zieht durch höheres Gras entlang dieser leicht die Anhöhe hinauf.

Schließlich gelange ich an eine Landstraße. Ich rolle die Straße herunter nach Segelhorst hinein und hier bis zur Kirche, welche aber verschlossen ist. An der nächsten Kreuzung halte ich mich rechts und durchquere den ganzen Ort. Am Ende erreiche ich eine Straße, linkerhand liegt nun die Landstraße von Hessisch Oldendorf zum Wesergebirge. Auf einem Pfad neben dieser erreiche ich Rohdental und rolle hier auf einer Siedlungsstraße hindurch. Am Ende knickt diese Straße zur Landstraße ab, ich bleibe geradeaus auf einem Pfad am Waldrand entlang. Erst geht es ein wenig auf und ab, dann über eine Wiese am Zaun des Freibadgeländes entlang. Hinter dem Freibad finde ich dann einen Wegweiser mit Pilgerwegmarkierungen. Der originale Weg wäre demnach im hinteren Bereich des Freibades weiter am Waldrand verlaufen. Meiner Ansicht nach war dieser aber völlig zugewachsen und keine Option.

Ich rolle die Zufahrtsstraße des Freibades wieder ein wenig zurück und nehme dann einen ansteigenden Pfad in den Wald hinauf. Oberhalb treffe ich auf einen breiten Schotterweg und einen vorbildlichen Wegweiser. Der weitere Pilgerweg verläuft nun der blauen Kreuzmarkierung folgend halbwegs parallel zur Landstraße nordwärts diesen Übergang zwischen zwei Höhenzügen des Wesergebirges nutzend. Ich folge nun dem Nebenweg zum Kloster Möllenbeck, mit einem grünen Schild markiert. Es geht nach links abwärts zum Parkplatz Schneegrund, die Paschenburg ist als Aussichtspunkt und Raststätte in 4 km angegeben.

Kurz darauf quere ich die Landstraße und fahre auf schmalen Pfaden leicht aufwärts in den Wald. Schließlich gelange ich am oberen Ortsrand von Rohdental nochmals an den Waldrand und habe einen herrlichen Blick über das weiträumige Wesertal, welches ich auf meinem weiteren Weg auch noch durchqueren werde. Nach dem Ausblick geht es nun auf schmalem Pfad wieder in den Wald, immer stärker ansteigend. Einige Spitzkehren und Serpentinen liegen vor mir. Das Gelände ist fordernd, aber was habe ich auch erwartet vom letzten "Gebirge" meiner Route. Zum Schluss erzwingt der Weg von mir besondere Anstrengungen, für Wanderer wurden extra Platten gelegt, eine Art Naturtreppe angelegt, um das steile Gelände zu überwinden. Schließlich stehe ich oben auf dem Kammweg des Wesergebirges habe Steigungen nahe 30% hinter mich gebracht. Seit dem Abzweig vom Hauptweg habe ich über 150 hm bewältigt.

Der Kammweg ist mit einem roten Balken markiert und verläuft als angenehmer Pfad durch den frischen Laubwald. Da hier oben auch eine historische Grenze verläuft, wie auf so vielen Höhenwegen, kann ich auch den einen oder anderen alten Grenzstein finden. Heutzutage verläuft hier oben nur die Grenze der beiden niedersächsischen Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont. Nach einer Weile habe ich dann die Paschenburg erreicht und somit wohl auch den höchsten Punkt des heutigen Tages knapp unterhalb 350 m. Die Paschenburg ist ein modern wirkendes Ausflugslokal, eventuell auch Hotel, mit größerem Parkplatz. Es gibt eine Zufahrtsstraße hier hinauf. Nebenbei steht ein aus Bruchsteinen errichteter Aussichtsturm, von dem ich einen imposanten Ausblick aufs Wesertal habe. Der klein wirkende Höhenzug gegenüber südlich der Weser steht auch noch auf meinem Programm.

Ich setze meinen Weg auf dem ruhigen Kamm fort. Es rollt wunderbar, nach einer Weile geht es abwärts, ich gelange an eine Straßengabelung, halte mich links. Die Straße führt wohl zur Schaumburg, ich weiche aber gleich wieder rechts ab. Eine hölzerne Treppe bringt mich wieder hinauf zum Kamm. Es ist zwar steil und anstrengend, aber ich kann mein Rad neben den Stufen her schieben. Der Kammweg verläuft nun wieder gemütlich im leichten Auf und Ab als Pfad durch den herrlichen Laubwald. Dann passiere ich die Springsteine, eine geologische Besonderheit. Linkerhand fällt das Gelände steil ab, zerklüftete Felsen ragen aus dem Waldboden, diverse Steinmännchen sind aufgeschichtet.

Kurze Zeit später beginnt der Weg zu fallen, teils auch stärker. Ich steige ab und bugsiere mein Rad hinab. Schließlich habe ich den Wanderparkplatz Springsteine und eine Straße erreicht. Diese quere ich und nun führt der Pilgerweg auf einem breiteren Forstweg entlang, der gleichzeitig auch als Radweg markiert ist. So rolle ich überwiegend höhengleich einige Kilometer durch den ruhigen Wald in westlicher Richtung. Bald treffe ich auf einen freien Platz, mein Weg führt aber weiter in westlicher Richtung und dann treffe ich auf eine Straße, die 1835 aufgrund von Streitigkeiten zwischen Hessen und Schaumburg-Lippe angelegte Unabhängigkeitsstraße.

Dieser folge ich kurz links und dann geht es wieder in den Wald und hier weiterhin höhengleich entlang, bis ich dann ziemlich zügig in einem großen Bogen um eine Weide mit Galloway-Rindern herum in Steinbergen einrolle. Hier hat mich der laute Verkehr wieder. Mit der erreichten B 83 quere ich eine Bahnlinie und fahre mit dem starken Verkehr bergauf auf eine größere Kreuzung zu. Die Kreuzung quere ich nur und halte an der linken Straßenseite nach einem Weg Ausschau. Diesen habe ich bald entdeckt entschwinde nun dem Verkehr, es dauert aber eine Weile, bis ich die Geräuschkulisse hinter mir gelassen habe. Ich befinde mich auf einem breiten Forstweg, der mich leicht aufwärts führt, dabei die 250 m hohe Hirschkuppe umrundet.

Ich quere schließlich noch einen breiteren Forstweg und dann beginnt der Aufstieg zu meiner letzten Höhe des Wesergebirges, der 300 m hohen Luhdener Klippe. Gut 100 hm liegen also noch vor mir, der Weg ist ein schmaler, steiniger Pfad, der bald auf einer Geländekante verläuft. Es wird nochmals ein anstrengendes Stück Weg. Als ich dann auf der Höhe bin, beginnt ein gemütliches Radeln an der Abbruchkante entlang. Kurz danach taucht durch das Blättergewirr scheinend der Klippenturm auf. Ich erreiche diesen Aussichtspunkt und ersteige den Turm.

Von oben habe ich einen herrlichen Blick auf Rinteln, was sich direkt unterhalb des Höhenzuges befindet und die umliegenden Seen. Auch zurück auf das Wesergebirge, auf welchem ich entlang gefahren bin, habe ich einen wunderbaren Blick. Im Norden zeigen sich doch noch nicht direkt erwartete weitere Höhenzüge, die ich vermutlich auch auf meinem Weg habe. Im Westen sind weitere Durchbrüche im Kamm des Wesergebirges zu erkennen, vermutlich auch die Stelle, wo die A 2 und die Weser das Gebirge queren. Ich klettere wieder vom Turm herunter, einen Stempel des Turmes kann ich auch bekommen.

Ich nehme nun also den Fahrweg vom Gipfelrestaurant herab und rolle zügig herunter. An einem auftreffenden Weg entscheide ich mich für einen Schwenk nach rechts und stehe schon bald an einer größeren Wanderwegekreuzung im lichteren Wald neben einer Schutzhütte. Die Markierung weist auf einen schräg gegenüber liegenden Weg hin. Ich ignoriere also die besseren Forstwege und rolle auf dem belaubten Waldweg nun weniger steil abwärts. An einem Gedenkstein habe ich den Waldrand erreicht, wende mich scharf links und rolle zwischen den letzten Bäumen hindurch zu einem Parkplatz am Restaurant "Waldkater". Der obere Ortsrand von Rinteln ist erreicht.

Ich rolle nun die Waldkaterallee hinunter in die Stadt, halte mich dann irgendwann der Markierung folgend rechts und erreiche die Johanniskirche, einen moderneren Flachbau. Dort bekomme ich auch einen Stempel. Rinteln wird heute mein Tagesziel. Zuvor werde ich aber noch den Rundkurs zum Kloster Möllenbeck absolvieren. Ich rolle nun weiter südwärts, erreiche eine größere Straße und rolle mit dieser nahe des Rintelner Bahnhofs über die Gleise und für weitere 2 km bis zur Weserbrücke. Als ich über die Brücke rolle, erkenne ich rechterhand einen Partystrand. Linkerhand am Alten Hafen ist die Sturmiuskirche zu erkennen. Ich rolle nun in die Altstadt ein und passiere in der Fußgängerzone gleich mal ein Eiscafé, rolle aber dran vorbei. Auch den Marktplatz mit der Nikolaikirche und einigen gut besuchten Restaurants oder Cafés lasse ich linkerhand unbeachtet liegen.

Ich bleibe weiter geradeaus, die Fußgängerzone endet und ich rolle noch an einem Schulgelände und der Jakobikirche vorbei. Schließlich lässt mich die Markierung in einer Siedlung von der Hauptverkehrsstraße abbiegen und auf die Felder hinaus fahren. Die völlig flache Weserauenlandschaft liegt vor mir. Ich überquere die Landstraße, die hier die Stadt umgeht, und wende mich dahinter links. Auch eine Radwegemarkierung ist hier vorhanden. In der Ferne auf den Höhen des Wesergebirges erkenne ich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica.

Bald halte ich mich wieder westwärts und fahre nun zügig durch die Wiesen an einer kleinen Landebahn vorbei auf Möllenbeck zu. Das idyllisch anmutende Kloster mit den zwei Türmen ist schon von weitem zu erkennen. Als ich dann vor dem feldsteinernen Gebäudekomplex stehe, ist das schon imposant. Scheinbar wird es heute als schulische Einrichtung genutzt, ich finde zumindest keine offene Tür, nur einen kurzen Blick in die Klosterkirche kann ich werfen. Dort finde ich keinen Stempel und rolle daher auch schnell von dannen.

Ich rolle nun wieder nordwärts auf kleinen Straßen und Radwegen bis zum Doktorsee. Hier nehme ich den Radweg an der Landstraße entlang wieder Richtung Rinteln, auch der Weserradweg ist markiert. Bevor ich die Stadt erneut erreiche, habe ich auch einen schönen Blick aufs Wesergebirge und den Klippenturm dort oben, wo ich vorhin noch drauf stand. Mit der Umgehungsstraße gelange ich in die Stadt und rolle wieder vor zum historischen Marktplatz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

A 33 Abfahrt Paderborn-Elsen, dann B 1 bis Hameln und B 83 nach Bodenwerder.

A 2 Abfahrt Bad Eilsen, dann B 83 bis Bodenwerder.

A 7 Abfahrt Northeim-Nord, dann B 3 und B 64 bis Eschershausen, dann B 240 bis Bodenwerder.

Parken

diverse Parkmöglichkeiten im Ort.

Koordinaten

DD
51.976822, 9.515495
GMS
51°58'36.6"N 9°30'55.8"E
UTM
32U 535407 5758585
w3w 
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Schwierigkeit
schwer
Strecke
80,1 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
1.561 hm
Abstieg
1.579 hm
Höchster Punkt
343 hm
Tiefster Punkt
53 hm
Von A nach B aussichtsreich geologische Highlights Gipfel-Tour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights

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