Vierte Etappe: Von Minden bis in die Spargelstadt Nienburg

Nördlich von Minden verändert sich die Landschaft: Die Mittelweser zieht hier ihre Bahn durch weites, nur leicht hügeliges Land. Direkt an der Weser führt der Weg nach Petershagen - der Heimat der Weißstörche. Auf der Alternativstrecke rechts der Weser führt Sie der Weg über Lahde mit der Klostermühle, einer Turmwindmühle auf einem älteren Wassermühlengebäude. Die Stadt Petershagen zählt 29 Ortsteile. Im Zentrum befindet sich das Schloss Petershagen. Die einstige Wasserburg, Residenz der Mindener Fürstbischöfe, wurde im 16. Jh. im Stil der Weserrenaissance zum Schloss umgebaut. Sehenswert sind auch die Stadtkirche (1615-20), die Alte Synagoge und das Alte Amtsgericht, 1913 im Stil der Neorenaissance erbaut. Es ist eines der vollständig erhaltenen kleineren preußischen Amtsgerichte in Westfalen. Von Petershagen führt der Weser-Radweg in nördlicher Richtung nach Gernheim, einem Fabrikort aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das Wahrzeichen ist der Glashüttenturm von 1826, Bestandteil des Westf. Industriemuseums Glashütte Gernheim. Wer von Lahde die Alternativstrecke auf der rechten Weserseite Richtung Norden wählt, sollte sich das Westfälische Storchenmuseum in Windheim nicht entgehen lassen. Hier queren Sie die Weser mit der Solarfähre PetraSolara (Fährzeiten beachten!). Bei Großenheerse vereinigen sich die beiden Strecken wieder. Von Buchholz mit seiner alten Wehrkirche, führt der Weg nach Schlüsselburg. Das Herrenhaus des Schlosses (Privatbesitz) wurde 1581-1585 von Ludolf von Klencke im Stil der Weserrenaissance errichtet. Das historische Scheunenviertel (17. Jh.) am Ortsrand Schlüsselburgs ist ein bäuerliches Kulturgut von überregionaler Bedeutung. Der nächste Ort ist Stolzenau, direkt am Weserufer gelegen. Bei einem Rundgang können Sie die Sehenswürdigkeiten entdecken: Rathaus, Freihof des Baron Münchhausen, Löschplatz etc. Das Wahrzeichen Stolzenaus ist der gedrehte Turmhelm der St.-Jacobi-Kirche. Weiter nördlich führt der Weser-Radweg am Gelände des ehemaligen Benediktiner-Klosters Schinna (eine derältesten protestantischen Fachwerkkirchen Deutschlands)vorbei. Vor der Weserbrücke in Landesbergen müssen Sie sich entscheiden: Hauptstrecke oder Alternativstrecke - beide Routen haben ihren Reiz. Die Alternativstrecke führt auf der linken Weserseite durch Liebenau mit seinem schönen Ortskern, der St.-Laurentiuskirche und der Wassermühle an der Großen Aue. Vorbei an Kiesseen erreichen Sie Nienburg/Weser. Die Hauptstrecke führt über die Weserbrücke in den Ortskern von Landesbergen mit der Hochzeitsmühle. Am Schleusenkanal geht es weiter, vorbei an der Staustufe Landesbergen, nach Estorf (schöne Fachwerkkirche). Im historischen Scheunenviertel "Schünebusch" ist eine Radler-Scheune (Gruppenunterkunft) eingerichtet. Durch Leeseringen und den Nienburger Bruch führt der Weg direkt in die Innenstadt Nienburgs. Schon von weitem ist der Kirchturm von St. Martin zu sehen. Die Stadt ist auch als Spargelstadt bekannt. Der Nienburger Spargel (Ende April-24.06.) ist weit über die Grenzen Niedersachsens berühmt.

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